Zwei Drittel der CEOs der 100 grössten Schweizer Unternehmen nutzen LinkedIn aktiv

18.11.2025

Die neue LinkedIn CEO Studie 2025 von IRF zeigt: 66 % der CEOs der 100 grössten Schweizer Unternehmen kommunizieren mehr oder weniger regelmässig, ein Drittel verzichtet auf die selbst gesteuerte digitale Sichtbarkeit. Besonders erfolgreich sind jene CEOs, die klare Themen bespielen, regelmässig posten und persönliche Perspektiven einbringen.

Wie sichtbar sind Schweizer Unternehmenslenker auf LinkedIn und welche Schwerpunkte setzen sie dort? Die Studie von IRF über die CEO-Positionierung auf LinkedIn analysiert erstmals systematisch die Profile und Beiträge der CEOs der 100 grössten, börsenkotierten Schweizer Unternehmen.

Die Studie umfasst quantitative und qualitative Auswertungen von über 1’700 Beiträgen sowie eine thematische Gewichtung nach zehn Kategorien, von Strategie, Innovation und ESG bis zu Employer Branding und Thought Leadership. Daraus ist ein Benchmark für die digitale Positionierung der Schweizer CEO entstanden. Er zeigt, wie sich Top-Manager in ihrer persönlichen Profilierung unterscheiden und was erfolgreiche Profile gemeinsam haben. Das Ergebnis: Zwei Drittel der CEOs sind auf LinkedIn aktiv und nutzen die Plattform zur eigenen Positionierung und derjenigen des Unternehmens.

Zentrale Erkenntnisse der Studie

  • 66 % der CEOs sind auf LinkedIn aktiv, 34 % haben kein oder nur ein inaktives Profil.
  • Über 1'700 Beiträge der letzten zwölf Monate wurden ausgewertet und zehn Themenkategorien zugeordnet.
  • Die aktivsten 25 CEOs veröffentlichen 70 % aller Beiträge.
  • Top-Performer erreichen Resonanzraten (Engagement) von über 2 %, ein Spitzenwert im Vergleich zu Unternehmensprofilen.
  • Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen bei Strategie & Meilensteinen, Produkten & Innovation, Thought Leadership sowie Mitarbeitenden & Employer Branding.
  • CEOs mit klarer Themenpositionierung erzielen deutlich höhere Interaktionen als jene mit breiter, unspezifischer Themenvielfalt.

Ein Drittel aller CEOs verfügt erstaunlicherweise über keine vernünftige Präsenz auf LinkedIn. Simone Frei, Beraterin von IRF:

«Die Reichweite der klassischen Medien nimmt ab. Demgegenüber nimmt die Bedeutung der sozialen Medien stetig zu. In Wirtschaftsthemen hat sich LinkedIn dabei als zentrale Plattform etabliert. Hier haben CEOs eine klar bessere Resonanz als Unternehmensprofile. Damit wir auch für CEOs, welchen in der Aussendarstellung eines Unternehmens eine Sonderrolle zukommt, eine angemessene Kommunikation auf LinkedIn zur Pflicht.».

Bemerkenswert ist, dass 24 der inaktiven CEO-Profile zusammen über 62’000 Followerinnen und Follower zählen, obwohl sie keine oder nur ein bis zwei Beiträge pro Jahr veröffentlichten. Das verdeutlicht das Interesse an der Person des CEO und zeigt zugleich, wie viel Reichweite und Wirkungspotenzial ungenutzt bleibt.

Das Mittelfeld der aktivsten 20 CEOs publizierte während zwölf Monaten um die 50 Beiträge, die Top 5 CEOs deutlich mehr. Bei der inhaltlichen Auswertung zeigt sich ein klarer Fokus:

  • Strategie & Meilensteine stehen an erster Stelle, oft in Verbindung mit Wachstum, Innovation oder Transformation.
  • Produkte & Innovation sowie Thought Leadership folgen knapp dahinter.
  • Beiträge über Mitarbeitende, Unternehmenskultur und Employer Branding sind ebenfalls stark vertreten, insbesondere bei CEOs, die nahbare Führung zeigen wollen.
  • Finanzkommunikation, etwa zu Jahres- oder Quartalsergebnissen, spielt bei den börsenkotierten Unternehmen erwartungsgemäss eine wichtige Rolle für die Zielgruppe Investoren und Aktionäre, wird aber eher mit strategischem oder kulturellem Kontext verknüpft.
  • Themen wie Nachhaltigkeit (ESG) oder der Einbezug öffentlicher Interessengruppen treten seltener auf, bleiben jedoch Bestandteil einer ganzheitlichen CEO-Kommunikation.

Die daraus resultierende Benchmark-Grafik der Studie visualisiert diese Gewichtung und zeigt, welche Themen die CEO-Kommunikation in der Schweiz prägen und wo noch Potenzial besteht.

Die Analyse der Resonanz zeigt deutlich: Relevanz schlägt Reichweite. CEOs, die regelmässig über wenige, strategisch gewählte Themen sprechen und persönliche Perspektiven einbringen, erzeugen höhere Resonanz und Vertrauen. Ein unregelmässiges Posting-Verhalten oder reines Reposting von Unternehmensbeiträgen hingegen bleibt weitgehend wirkungslos.

„CEO-Kommunikation auf LinkedIn ist kein Add-on, sondern integraler Bestandteil von Führungs- und Unternehmenskommunikation“, sagt Simone Frei, Beraterin bei IRF und Autorin der Studie. „Sie trägt intern wie extern direkt zur Wahrnehmung von Leadership, Unternehmenskultur und Glaubwürdigkeit bei.“

Über IRF

IRF ist ein führendes Schweizer Beratungsunternehmen für Wirtschaftsthemen. IRF zählt rund 40 Schweizer und internationale Unternehmen zu ihren festen Kunden. Zudem hat sich IRF in der Krisenkommunikation und bei der Begleitung von Kapitalmarkttransaktionen einen Namen gemacht.

Kontakt:

Simone Frei, Beraterin, frei@irf-reputation.ch, Tel. +41 43 244 81 43

Die vollständige Publikation auf Deutsch steht hier zum Download zur Verfügung.

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