Krisenkommunikation & Litigation

Wenn unter Stress und Unsicherheit Entscheide zu fällen sind, zeigt IRF deren Auswirkungen auf die Reputation auf und empfiehlt ein der Situation angemessenes Vorgehen. IRF hilft operativ mit, von der Entwicklung der Botschaften über die Vorbereitung von Führungskräften bis hin zur Koordination und Umsetzung der internen und externen Kommunikation. Und bleibt ein kritischer Geist und konstruktiver Partner, bis die Krise durchgestanden ist.

Typische Herausforderungen
Compliance-Verstösse

Korruption, Kartellabsprachen, Geldwäsche oder Verstösse gegen Sanktionen werden öffentlich.

Bilanzierungs- oder Finanzmanipulationen

Unregelmässigkeiten in der Rechnungslegung, Gewinnwarnungen oder nachträgliche Korrekturen erschüttern Vertrauen.

Cyberangriffe und Datenlecks

Kundendaten, Geschäftsgeheimnisse oder interne Kommunikation werden kompromittiert.

Regulatorische Eingriffe

Neue Gesetze, behördliche Untersuchungen oder Lizenzentzüge treffen das Geschäftsmodell.

Arbeits- und Personalthemen

Massenentlassungen, Diskriminierungsvorwürfe, Kritik von Gewerkschaften.

Führungsversagen oder Fehlverhalten des Managements

Private Verfehlungen, Machtmissbrauch oder unprofessionelles Auftreten von CEO oder Verwaltungsrat.

Strategische Fehlentscheidungen

Gescheiterte Expansionen, teure Übernahmen oder verpasste Marktveränderungen.

Liquiditäts- oder Finanzierungskrisen

Zahlungsunfähigkeit, Refinanzierungsprobleme oder Vertrauensverlust bei Banken.

Erfahrungen und Erkenntnisse
Aufgepasst mit zu optimistischen Versprechungen

Krisen treten selten isoliert auf. Das zuerst entdeckte Problem ist vielleicht nur die Spitze des Eisbergs. Krisen haben es an sich, dass andere Probleme an den Tag gefördert werden. Darum: Vorsicht mit allzu optimistischen Ansagen zu Beginn einer Krise.

Rechtliche Aspekte sind wichtig, andere auch

Viele rechtliche Prämissen kollidieren mit den Grundsätzen des Reputationsschutzes. In einer akuten Krise ist es aus Reputationssicht klug, den Sachverhalt möglichst rasch zu kommunizieren. Juristen warten mit einer Kommunikation meist lieber lange zu. Das macht eine Güterabwägung nötig.

Entschuldigung?

In der Unternehmenswelt sind vermeidbare Krisen häufig. Sind deren Konsequenzen schwerwiegend, drängt sich eine Entschuldigung auf. Hierfür gibt es viele Spielarten, vom Bedauern über das Vorgefallene, der Anerkennung allenfalls verursachten Schadens oder Leids bis hin zum Angebot einer Form von Entschädigung.

Jetzt muss der CEO Haltung zeigen

Steht die Reputation des Unternehmens auf dem Spiel, ist ein wirkungsvoller öffentlicher Auftritt des CEO zentral. Der will durchdacht und gut vorbereitet sein. Nicht nur die richtigen Worte zählen, wie die Botschaften vermittelt werden, ist ebenfalls entscheidend.

Nicht zu viel Energie auf die Kritiker verwenden

In jeder Krise gibt es scharfe Kritiker. Vielleicht haben sie eine Rechnung offen und nutzen die Gunst der Stunde. Die Versuchung ist gross, wesentliche Ressourcen darauf zu verwenden, ihrer Kritik zumindest die Spitze zu brechen. Ein Sinneswandel ist allerdings meist unrealistisch. Es ist darum ebenso wichtig, Befürworterinnen und natürliche Verbündete einzubinden und zu mobilisieren.

Schwerpunkte

Krisenkommunikation für Behörden
Wenn eine politische Behörde oder ihre Vertreterinnen und Vertreter plötzlich im öffentlichen Fokus stehen, muss die Kommunikation unter Zeitdruck funktionieren.
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Relevante Insights

Mitarbeitende von IRF haben sich zum Thema Krisenkommunikation einige Gedanken gemacht. Hier mehr Nahrung für den hungrigen Geist.

Buch "Skandale und Krisen”

Was tun, wenn der gute Ruf ins Wanken gerät? Martin Meier-Pfister hat im Verlag NZZ Libro das Buch „Skandale und Krisen – Reputations- und Kommunikationsstrategien für Führungskräfte“ publiziert. Es richtet sich an Verwaltungsräte, CEOs, Kommunikationsverantwortliche und Führungskräfte, die in kritischen Momenten Verantwortung übernehmen müssen. Es bietet praxisnahe Einsichten in die Mechanik von Krisen, zeigt typische Szenarien und Fehlerquellen auf und liefert konkrete Handlungsempfehlungen.

Zutaten für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kommunikations- und Rechtsteams in einer Krisensituation

Die Art und Weise, wie ein Unternehmen oder eine Person mit einer Krise umgeht, kann diese Krise am Ende stärker oder schwächer machen:

  • Professionelle Kommunikation allein kann ein Problem nicht zum Verschwinden bringen, führt aber hoffentlich zu einer deutlich schnelleren Deeskalation.
  • Eine professionelle Rechtsberatung kann juristische Risiken minimieren oder sogar vermeiden – aber Recht haben aus juristischer Sicht ist nicht immer identisch mit Recht haben aus moralischer Sicht.
  • Für ein erfolgreiches Krisenmanagement ist es daher entscheidend, dass PR und Legal eng zusammenarbeiten.

IRF hat gemeinsam mit der Anwaltskanzlei Advestra die Zutaten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kommunikations- und Rechtsteams mit konkreten Beispielen und den spezifischen Anforderungen für börsenkotierte Unternehmen zusammengestellt. Hier geht’s zum Artikel: